Wanderclub Naturfreunde 1920 Rückingen e.V., Erlensee

Wandern hält fit

Campo Pond  Przewalski-Pferde in Hanau-Großauheim

am 25. Mai 2014

Am Sonntag, den 25.05.2014 haben wir uns um 13:45 am Eingang zum Campo Pond in Hanau-Großauheim getroffen. Kurze Zeit später wurden wir von der Biologin Frau Dr. Marion Beil begrüßt. Sie stellte sich uns vor und erläuterte, wie die Führung abläuft und informierte uns vorab über die Wildpferde.

Die Przewalski-Pferde sind die einzigen Wildpferde, die es noch gibt und sie stammen ursprünglich aus der Mongolischen Steppe, wo sie aber ausgestorben sind. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es weltweit nur noch dreizehn Exemplare. Heute ist ihre Zahl schon wieder auf zweitausend Stück angewachsen.

Im September 2009 kamen die ersten Przewalski-Stuten in das Naturschutzgebiet. Aus dem Zoo Nürnberg kamen Sira und Ajala und aus dem Tierpark Hellabrunn München Barioja, Sibebschka und Ebola. Im Herbst 2010 folgten fünf weitere Stuten aus Hellabrunn und Ebola ging zurück nach München, um am dortigen Zuchtprogramm teilzunehmen.

Die 20 Jahre alte Stute Sibebschka musste im april 2011 eingeschläfert werden, da sie an altersbedingten Krankheiten litt. Die zwei Jahre alte StuteAdina aus Nürnberg verstarb plötzlich im Oktober 2011 ohne erkennbaren Grund.

Am 5. Juli 2013 ergänzte der Hengst Fury  aus dem Zoo Meppen die Herde, die tags zuvor um Abadia, Ajala und Sira verkleinert worden war. Die drei Stuten kamen auf eine neue Koppel in Gießen.

Seit diesem Tag besteht die Herde in Campo Pond aus dem Hengst Fury und den Stuten Barioja, Galinka, Ginger und Ilonka. Galinka erwartet im Juli 2014 ihr erstes Fohlen.

Und dann endlich war es so weit. An der Futterstelle hielten die vier Stuten ihre Siesta und kamen nach und nach zum Vorschein um zu grasen. Sie ließen sich durch uns nicht stören. Nach einiger Zeit gingen wir weiter entlang der eingezäunten Fläche. Hier bekamen wir Pflanzen zu sehen, die nur auf Magergrasböden wachsen, z. B.  das Sandfingerkraut oder die Königskerze, auch Spitzwegerich. Wegweisergras und Johanniskraut bekamen wir zu Gesicht. Im kleinen Wäldchen zwischen den Bäumen ließ sichmit entsprechendem Abstand ein Reh sehen und auf den Freiflächen sind Steinhaufen als Nisthilfe für den Wiedehopf aufgeschichtet, der sich hier ansiedeln soll.

Weiter ging es zum Campo Pond-See, der auch den Pferden als Tränke dient. Auf dem Weiterweg haben wir eine Aeskuklapschlange aus ihrer Mittagsruhe geschreckt, die schnell das Weite suchte. So erreichten wir das westliche Ende des Naturschuitzgebietes und konnten von einem Aussichtsturm aus das Gelände und die Umgegend überblicken. 

Dann ging es ein Stück entlang des alten Exerzierplatzes zu der vor einer Woche aufgebauten Mongolischen Jurte.  Es ist eine Nachbildung der Behausung der mongolischen Hirten.

Nun waren wir fast am Ende der Führung und kamen an den Ställen der Pferde vorbei, die diese aber noch nie benutzt haben. Eine Füchsin mit ihren Jungen trieb sich auch auf dem Gelände herum, versteckte sich aber vor uns.

Ganz zum Schluss begaben wir uns noch einmal zu dem Gatter, wo wir die Pferde am Anfang gesehen haben und siehe da, nach und nach kamen sie aus ihren Verstecken, gingen zu einem kleinen See zum Trinken und kamen dann langsam grasend in unsere Richtung. Der Hengst Fury zeigte sich als erster und nach und nach kamen die Stuten und grasten friedlich vor sich hin. Es war ein schönes Bild.

Gegen 17:00 Uhr war die Führung zu Ende und wir verabschiedeten uns von Frau Dr. Beil und bedankten uns für die vielen Informationen und die tolle Führung.

Anschließend fuhren wir zur Schlußrast in die Gaststätte "Sportheim" in Hanau-Großauheim im Spitzenweg.

Dort hatte man für uns im Biergarten reserviert und wir wurden von den Nichtwanderern schon erwartet.

Das Essen war gut und preiswert und die Bedienung flott und freundlich.

Es war ein informativer Tag bei schönem Sommerwetter, den alle genießen konnten.

Danke an die Organisatorin Renate Viel.

SANDFINGERKRAUT Das Sandfingerkraut (Potentilla arenaria, Syn: Potentilla incana) ist eine Pflanzenart in der Familie der Rosengewächse (Rosacear). Es kommt in Mitteleuropa sehr häufigbis sehr selten vor.

KÖNIGSKERZE die Pflanzengattung Königskerzen gehört zur Familie der Braunwurzgewächse. Viele Arten werden als Heilpflanzen verwendet.Die mit etwa 300 Arten artenreiche Gattung kommt weitverbreitet in Eurasien vor.


WEGWEISERGRAS Das Hain-Rispengras (Poa nemoralis)ist eine Pflanzenart aus der Gattung der rispengräser (Poa), die zur Familie der Süßgräser (Poaceae) gehört. Es ist in europa und im nördlichen Asien weit verbreitet, in Nordamerika gibt es eingebürgerte Vorkommen sowie das nah verwandte, von manchen Autoren als Unterart des Hain-Rispengrases geführte Poa interior. Wegen seiner charakteristisch waagrecht abstehenden Blätter, ähnlich eine ausgestreckten Arm, wird es manchmal "Wegweisergras" genannt. Es wird eigentlich als Bestandteil von Schattenrasenmischungen verwendet.


ÄSKULAPSCHLANGE Die Äskulapschlange (Zamenis longissimus; Syn: Elaphe longissima) ist eine Natter (Colurida) und gehört mit bis zu zwei Metern Länge zu dengrößten Schlangenarten Europas. Sie ist wie die meisten Arten der Familie der Nattern ungiftig.

FURY Steckbrief: geboren am: 12.05.2007 in Salzburg Herkunft: Zoo Meppen Geschlecht: männlich Kennzeichen: Brandzeichen auf der rechten Hinterbacke; dunkle Beinzeichnung; dunkles Fellabzeichen im Schulterbreich; kräftiger Hals.



BARIOJA Steckbrief: geboren am: 07.08.1990 Herkunft: Tierpark Hellabrunn München Geschlecht: weiblich Kennzeichen: groß; Brandzeichen hinten links; kleines weißes Abzeichen auf der Stirn )weißer Zwischenaugenwiorbel); ausgeprägt Beinstreifen.

GALINKA Steckbrief: geboren am: 16.09.2006 Herkunft: Tierpark Hellabrunn München Geschlecht: weiblich Kennzeichen: groß und stämmig; viele braune Haare am Kopf; sehr ausgeprägtes, dunkles Kreuz im Bereich der Schulter.

GINGER Steckbrief: geboren am: 20.05.2006 Herkunft: Tierpark Hellabrunn München Geschlecht: weiblich Kennzeichen: groß und stämmig; helles Kreuz im Bereich der Schulter.

ILONKA Steckbrief: geboren am: 31.08.2008 Herkunft: Nationalpark Bayrische Wald (Tierpark Hellabrunn) Geschlecht: weiblich Kennzeichen: klein und drahtig; eher dunkles Fell.

DIE FÜNF WILDPFERDE ein friedliches Bild



            


GALINKA


hat am 23. Juni 2014 ein gesundes Hengst-Fohlen geboren.